7. Burgwald Marathon

 

Tausende bevölkern bei Marathonrennen in Deutschland, sei es in Berlin, Hamburg, München, vor der Haustüre in Marburg oder in Frankfurt,  die Straßen, doch die wenigsten von ihnen können erahnen, wie schön es ist, auch in der Natur ohne Zeitdruck zu laufen. Doch bei der der 7. Auflage des Rauschenberger Burgwald Marathons konnten die Aktiven in den Genuss von Natur pur kommen.  Endlich nach den hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen fanden  die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ideales Lauwetter vor. So gab es auch bei den rührigen Organisatoren  des  LTD Rauschenberg e.V. mit seiner fleißigen 80-köpfigen ehrenamtlichen Helferschaft in Anbetracht der Tatsache, dass dass die große Hitzewelle ausgeblieben war, ein großes Ausatmen. Pünktlich gab Landrätin Kirsten Fründt, die im Eiltempo angekommen war, um 8.00 Uhr am  frühen Sonntagmorgen den  Startschuss  für den Ultramarathon  Um diese Uhrzeit zeigte das Thermometer gerade einmal 5 ° C an und dichte Nebelschwaden zogen über die Wolfskaute. Aber eine halbe Stunde später, als die Läuferschar auf dem Weg hinunter nach Albshausen und durch den Burgwald war, zeigte die Sonne schon wieder ihre Kraft. Im Ziel an der Turnhalle wurden die Aktiven,  bei erwärmenden 16 ° C von Laufmoderator Artur Schmidt aus Herborn empfangen und zogen eine positive Bilanz: „Das war ein landschaftlich wunderschöner Lauf durch den  Burgwald. „Je nach Kondition konnte man nach dem Motto „Laufe deinen Traum“  zwischen Strecken von 3 Kilometern, dem Kostümlauf, und dem kräftezehrende Rundkurs über 52 Kilometer  wählen.

 

52 Kilometer Ultramarathon /  Finisher.

 

Schon zum dritten Mal stand als Königsdisziplin  der 52-Kilometer-Ultramarathon mit der ganz großen Schleife durch den Burgwald auf dem Programm, den immerhin 30 Teilnehmer in Angriff nahmen.  Die beste Kondition zeigte der Pfungstädter M40 Senior Oliver Hajak, der nach schnellen 4:15:16 Stunden mit gut drei Minuten Vorsprung vor Michael Schäfer (Ludwigsau) M30/4:18:23 Stunden das Ziel erreichte. Als Gesamtfünfte zeigte die Ultraspezialistin und mehrfache Deutsche Meisterin Antje Krause (Ultra Sports Club Marburg) bei ihrem Trainingslauf zwei Wochen vor der  100- Kilometer WM  in Sveti Martinna Muri/Kroatien nach 4.27:46 Stunden ihre Extraklasse. Als 17. im Ziel und 5. der Frauenkurrenz verbesserte sich die Vorjahressiegerin Christina Block (SG Fronhausen) um 22 Minuten auf ansprechende 5:38:59 Stunden.

 

Marathon 42,195 Kilometer/ 46 Finisher .

 

Auf der klassischen 42,195-Kilometer-Marathondistanz blieb keiner unter den begehrten Drei- Stunden- Marke. Hier konnte der 35- jährige Sven Gaul (Hohenaar) ganz überlegen nach 3:04:30 Stunden den Pokal mit nach Hause nehmen. Bei den Frauen gewann Sylke Kuhn (LG Vellmer), die schon den 10-Marathon-Club angehört, als Gesamtneunte in 3:56:38 Stunden. 

Micha Thomas und Markus Schraub FOTO.H.Schaake
Micha Thomas und Markus Schraub FOTO.H.Schaake

 

Halbmarathon 21,1 Kilometer/ 96 Finisher.

 

Einen Start-Ziel-Sieg gab es auf der Halbmarathondistanz  über 21,1 Kilometer, wo der Sieger von 2016  Micha Thomas (LG Eder) den bestehenden Streckenrekord, gehalten von Moritz Weiß aus 2013 mit 1:19:25,6 Stunden im Alleingang gegen die Uhr pulverisierte und auf 1:16:33 Stunden verbesserte. Platz zwei erkämpfte sich Markus Schraub als M45 Sieger in 1:20:47 Stunden,  auf dem Bronzerang folgte der Winterberger Thomas Ryba M40 nach 1:22:56 Stunden. Bei den Frauen siegte die Gewinnerin des Marburger Nachtmarathons Dorothee Rogosch W40 aus Bauerbach als 11. im Ziel  in starken 1:38:53  Stunden gefolgt zwei Plätze dahinter von Frederike Michel (Fit im Grund) in 1:40:19 Stunden.   

 

Halbmarathon Siegerin Dorothee Rogosch  FOTO.H.Schaake
Halbmarathon Siegerin Dorothee Rogosch FOTO.H.Schaake

 

10 Kilometer/46 Finisher

 

Hier feierten die Langstreckler von Blau-Gelb Marburg durch den hessischen Polizeimeister Lars Siegmund in 34:59 Minuten gefolgt von Sebastian Schaake in 35:27 Minuten (beide M40) einen Doppelsieg.  Bei den Frauen reichten der W50 Siegerin Claudia Hoffarth (TV Lohra) auf Platz 16 49:26 Minuten zum Sieg und zum Pokalgewinn.  

 

Lars Siegmund und Sebastian Schaake FOTO:H.Schaake
Lars Siegmund und Sebastian Schaake FOTO:H.Schaake

 

5 Kilometer /40 Finisher.

 

Im Einsteiger -oder Jedermannslauf  wiederholte der 53-jährige Bernd Seibel (SSV Bunstruth ) in 20:58 Minuten seinen Vorjahreserfolg.  Schnellste Frau war die Lokalmatadorin Stephanie Fischer in 27:05 Minuten.  

 

3-Kilometer-Kostümlauf ( 65 Finisher)

 

Wieder einmal wurde der  Kostümlauf,  bei dem sich  Alt und Jung farbprächtig gekleidet präsentieren, stark angenommen.  87 Teilnehmerinnen und Teilnehmer legen mit viel Spaß ohne Zeitdruck  ihre 3 Kilometer zurück.

 

Die schnellsten Beine hatten hier die 12-Jährigen. Bei den Jungen lag Hannes Seibert von der Stadtjugendpflege in 14 Minuten vorn, bei den Mädchen war Sina Dersch (team Aloha) in 15.22 Minuten. 

 

 

 

Ergebnisse 7. Burgwaldmarathon:  (alle Ergebnisse unter www.burgwald-marathon.de)