31. Stadtlauf Stadtallendorf

Nicht nur das Heimat- und Soldatenfest in Stadtallendorf, auch der 31. Stadtlauf zog über 220 Ausdauerleister in die Industriestadt. Den Startschuss zum 5.000-Meter-Lauf am frühen Morgen noch im Nebel gab das Stadtallendorfer Urgestein, der 89-jährige Jerome Eberling,  die 10-Kilometer-Läufer fanden dann bei Sonnenschein und kühlen Temperaturen ideale Bedingungen vor.

Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war einmal mehr der Heinz-Lang-Park, wo sich als Mittelpunkt im Weindorfs Start und Ziel befanden. Schon vom Weitem konnte jeder die bekannte  Stimme des Sports von Herbert Köller als Initiator, Moderator und Motivator hören.

Doch im Ziel sorgte der Blick auf die Uhren bei den Teilnehmern für Irritationen.

Kurzzeitig herrschte beim Blick auf die Stoppuhr im Ziel Freude über vermeintliche Bestzeiten, doch der Blick auf die  GPS-Uhr am Arm offenbarte die Wahrheit. Die Strecke war um 400 Meter zu kurz. Warum das passieren konnte erwies sich als ganz einfach. Man ist nur in der ersten Runde um den Kreisel gelaufen. Einziger Trost blieb, dass die Leistungen zwar nicht  Bestenlisten fähig sind, die Strecke aber für alle gleich lang war.

Heinrich Hof und Sebastian Schaake, Foto: H. Schaake
Heinrich Hof und Sebastian Schaake, Foto: H. Schaake

Gleich zum Auftakt im 5- Kilometer -Jedermannlauf zog Sebastian Schaake (TSV Kirchhain/SF Blau-Gelb Marburg) einsam an der Spitze seine zwei Runden und siegte mit großem Vorsprung in 16:19 Minuten.

Platz zwei erkämpfte sich der erst 16- jährige Kilian Hof (TSV Eintracht Stadtallendorf), der aus dem Fußballlager kommt, in ansprechenden 17:56 Minuten und verwies dabei im Schlussspurt den Stadtallendorfer Daniel Damm mit 18:05 Minuten und seinen Vater, den Kirchhainer Triathleten Alfred Hof (TSV Eintracht  Stadtallendorf/18:07min.) auf die nächsten. Schnellste Frau lief die 54-jährige Marburgerin Gaby Nagel (Marburg) nach 22:16 Minuten durchs Ziel. Über Platz zwei freute sich Susanne Hof (TSV Eintracht Stadtallendorf) in 23:53 Minuten.

 

Über 10 Kilometer mit 80 Startern setzte sich der Vorjahressieger (36.56min.) Lars Siegmund (SF Blau-Gelb Marburg) schon nach 400 Metern ganz souverän von den beiden Triathleten Heinrich Hof und Doppelstarter Sebastian Schaake, der seinen Vereinskameraden zu einer schnellen Zeit ziehen wollte, ab . Lars Siegmund, der erst letzte Woche bei den deutschen Polizeimeisterschaften gute 34:57 Minuten gelaufen war, staunte im Ziel nicht schlecht über seine erzielte Siegerzeit von 33:22 Minuten. Dahinter spurtete Heinrich Hof nach 34:51 gefolgt von Sebastian Schaake 34:54 Minuten durchs Ziel.

Für ein Highlight der Veranstaltung sorgte als Gesamtvierte , die schnelle Marathonläuferin (2:53std.) Franziska Rachowski (LAZ Gießen) nach 36:11 Minuten (bisherige Bestzeit seit 2016 mit 37:14 Minuten)  . Umso enttäuschter war die 25-Jährige als sie erfuhr, dass die Strecke zu kurz war: „,Ich bin hierher gefahren, um wie ausgeschrieben auf einer exakt vermessenen Bestenlisten fähigen Strecke Bestzeit zu laufen.“

 

Nachwuchs: Löwen-und Bärenmeile

Über die Löwenmeile mit 2374 Metern siegten vom Gastgeber Gina Schmidt in 9:25 Minuten und Henning Linker in 8:02 Minuten. Bei den jüngeren Schüler/innen über die 1284-Meter-Bärenmeile siegte in einem ganz spannende Endspurt die erste 10-jährige Amöneburgerin Leandra Schierl (TSV Kirchhain) mit einer Sekunde Vorsprung vor der 15-jährigen Lokalmatadorin Lisa Dittmar (TSV Eintracht Stadtallendorf). Bei den Jungen war der 11-jährige Sebastian Wiegand (VFB Marburg) in 4:47 Minuten zwei Sekunden schneller als der 10-jährige Til Hoffmann (TSV Kirchhain)

Lars Siegmund, Franziska Rachowski, Heinrich Hof und Sebastian Schaake, Foto: H. Schaake
Lars Siegmund, Franziska Rachowski, Heinrich Hof und Sebastian Schaake, Foto: H. Schaake