6. Rauschenberger Burgwald Marathon

 

Der 6. Rauschenberger Burgwald Marathon, der vom LTD „Lauf deinen Traum“  Rauschenberg e.V. mit einer fleißigen 80-köpfigen ehrenamtlichen Helferschaft bestens organisiert wurde, fand bei Athleten und Zuschauern guten Zuspruch. Dabei sorgte der bekannte Laufmoderator Artur Schmidt aus Herborn bei der Begrüßung der  fast 400 Finisher im Ziel für die fachliche Insiderinformation. So viele wie noch nie waren gekommen, bilanzierte zum Schluss eines arbeitsreichen Tages Cheforganisator Heinz Kaletsch. „Wir sind auf dem richtigen Weg, denn es werden Jahr für Jahr mehr Teilnehmer, die diesen kräftezehrenden aber auch landschaftlich wunderschönen Rundkurs durch den Burgwald in Angriff nehmen.“ Nachdem in der Nacht zuvor Starkregen und anhaltende Gewitter für etwas Abkühlung gesorgt hatten,  mussten die Läuferinnen und Läufer nicht nur gegen eine schwere Strecke, sondern auch gegen eine drückende schwüle ankämpfen. Aber wie immer galten für alle die gleichen schweißtreibende Bedingungen. Bei der 6. Auflage des Burgwald Marathons in Rauschenberg konnte jeder, wenn er sich mit genügendem Training lange genug vorbereitet  und gesund war, seinen Traum erfüllen und zu den Finishern gehören. Aber auch die Teilnehmer auf den kürzeren Distanzen, sei es beim Halbmarathon, dem 10-Kilometer- oder den  5- Kilometer-Lauf  sowie dem 3-Kilometer Kostümlauf, kamen auf ihre Kosten. Dass der Burgwald Marathon nichts für Bestzeitjäger ist,  konnte man am Streckenprofils erkennen. Er war aber genau richtig für die vielen Erlebnisläufer, die Woche für Woche zum Kilometersammeln eine neue Herausforderung suchen.  Und da dürfen es auch schon mal mehr als die klassischen 42,195 Kilometer der Marathondistanz sein. Zwar sind für die meisten 100 Kilometer zu lang, aber ein Ultramarathon ist eine Alternative und da bot Rauschenberg mit dem 54-Kilometer- Ultramarathon eine gute, mit einigen kernigen Steigungen selektiv zu laufende Zwischenstrecke an.     

 Alexander Claas  und Micha Thomas, Foto H.Schaake
Alexander Claas und Micha Thomas, Foto H.Schaake

 

54 Kilometer Ultramarathon /33 Finisher

 

Nach der Premiere 2016 stand auch in diesem Jahr der 54-Kilometer-Ultramarathon auf dem Programm. Hier konnte gegenüber dem letzten Jahr ein Teilnehmerplus von yx Startern erreicht werden. Nachdem im letzten Jahr Thorsten Vackiner (SV Blau-Weiß Dodenhausen) noch Platz zwei in 4:45:06,4 Stunden belegt hatte, stand er diesmal nach einer bemerkenswerten Steigerung auf 4:07:11 Stunden ganz oben auf dem Siegerpodest. Bei den Frauen siegte die Fronhäuserin Hobbyläuferin Christina Block nach 6:00:36 Stunden. 

 

Marathon 42,195 Kilometer/ 48 Finisher

 

Auf der klassischen 42,195 Kilometer Marathondistanz sorgte die  Spanier für ein internationales Flair und stellten durch Eduard Fernandez (Atletic Berga) nach 3:15:16,8 Stunden auch den strahlenden Sieger. Er hatte fast 12 Minuten Vorsprung vor dem Marburger Johannes Kohlhopp (3:28:14,5 std.). Als schnellste Frau sicherte sich Petra Mann (TuS Hornau) als 15. im Gesamtfeld nach 4:16:07,8 Stunden den Siegerpokal.

Halbmarathon 21,1 Kilometer/ 107 Finisher

Vom Start weg führte Alexander Claas (TEAM Naunheim) das mit 107 Finishern größte Feld der Halbmarathonläufer über 21,1 Kilometer an. Es dauerte nicht lange und er  wurde von der Konkurrenz nicht mehr gesehen. Er kam als Sieger nach 1:23:37,4 Stunden ins Ziel. Auf dem Silberrang lief der Goßfeldener Florian Huber (Elterninitiative Kinderdialyse MR e.V.) als M50 Sieger nach 1:32:51,1 Stunden ein, dicht gefolgt von Sebastian Seifert (Stadtallendorf) in 1:33:15,2 Stunden und dem schnellsten Feuerwehrmann Guido Becker (Berufsfeuerwehr), der mit 1:34:37,7 Stunden auch die 2. Hessische Feuerwehrmeisterschaft gewann.  Bei den Frauen freute sich Binaca Bremmer (LT Frankenberg) nach 1:49:19,6 Stunden über den Siegerpokal. Es folgten Cornelia Keseling (SF Blau-Gelb Marburg) in 1:50:06,9 Stunden/1.W45 und Birgit Reese (Elterninitiative Kinderdialyse MR e.V.) in 1:50:30,8 Stunden/ 2.W45.

10 Kilometer/73 Finisher

Für jeden Volks-oder Hobbyläufer ist es eine besondere Herausforderung, einmal 10 Kilometer schnell zu laufen. In Rauschenberg hatte sich das Feld schnell in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aufgeteilt. Vorne rannten die Laufprofis auf und davon, dahinter folgten mit großem Anstand die Volksläufer. Sehenswert der Start-Ziel-Sieg von Micha Thomas in 35:12,5 Minuten mit Riesenvorsprung vor M45 Seniorensieger Dr. Markus Schraub (beide SF Blau-Gelb Marburg) in 37:46,5 Minuten. Über 6 Minuten später kam dann Klaus Werner (Stadtallendorf) 1.M50 nach 44:12,4 Minuten auf den Bronzeplatz. Bei den Frauen reichten 52:41,5 Minuten zum Sieg der Marburger Tina Grosch. 

Micha Thomas und Dr. Markus Schraub, Foto H.Schaake
Micha Thomas und Dr. Markus Schraub, Foto H.Schaake

 

5 Kilometer.

 

Beim Einsteiger- oder Jedermannslauf  nahmen überraschend mehr Frauen (24)  als Männer (17) die 5 Kilometer in Angriff. Die Akzente setzten hier der 52-jährige Bernd Seibel (SSV Bunstruth ) in 20:54,1 Minuten und Julia Landschek (ohne Angaben) als schnellste Frau in 27:00,4 Minuten.  

 

3km Kostümlauf ( 65 Finisher)

 

Zu einem tollen Erfolg wurde der zum 2. Mal durchgeführte Kostümlauf mit 65 Teilnehmern. Hier hatte  sich Alt und Jung lustig und farbeprächtig heraus geputzt und sichtlich viel Spaß beim Laufen ohne Zeitdruck.   Die schnellsten Beine hatte hier der 10-jährige Henrik Merlau (Elterninitiative Kinderdialyse MR e.V.) in 15:33,2 Minuten mit 10 Sekunden Vorsprung vor dem 13-jährigen Thorben Fourier (Aloha). Die weibliche Konkurrenz gewann die 12-jährige Luisa Kollenbach in 16:44,4 Minuten vor der erst 10-jährigen Sina Merlau (beide Elterninitiative Kinderdialyse MR e.V.) in 16:49,9 Minuten.